
Udine voll in Gange

Bambou, ein
Boulonnqis-Hengst

Udine mit seidigem
Fell

der Ankerbrand

schwarzes
Boulogne-Pferd

Alban, ein
Fuchshengst

Cléo, Fohlen
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Das Boulogne-Pferd ist ein Zugpferd
mit aktiven und eindrucksvollen Gangarten. Es ist sehr elegant und
rassig und wird deshalb als das "Vollblutzugpferd" bezeichnet.
Diese Auszeichnung kommt vom arabischen Blut, das zu verschiedenen
Epochen diese sehr alte Rasse verstärkt hat, schon zu Zeiten Henri IV
war sie für ihre Schnelligkeit berühmt, wie es die Veranstaltung der
Saint-Omer Rennen ab 1589 beweist.
Für den Kenner beschreibt man das Boulogne-Pferd folgendermaßen: die
Augen sind offen und lebhaft, die Ohren gerade und zugespitzt, die
Mähne ist doppelt, das Fell fein und seidig; das Pferd ist
hochgestellt, die Kruppe ist umfangreich, rund und muskulös mit einem
buschigen, hohen Schweif. Die Brust ist breit, der Rücken relativ kurz,
die Röhrbeine sind kurz und stämmig und mit wenig Behang, die Gelenke
sind breit und stark, das Pferd trabt im Gleichgewicht mit schräger
Schulter, es hat einen wohlangesetzten Hals und trägt den Kopf schön.
Vom Zugpferd hat es den sanften und aufrichtigen Charakter, vom Araber
die lebhaften Gangarten.
Traditionsgemäß wurden die Boulogne-Pferde, wie die meisten Zugpferde
kupiert, d.h. als Fohlen schnitt man die letzten Schwanzwirbel und
somit den Schweif ab. Glücklicherweise ist dieser Brauch seit 1996
verboten.
Das Boulogne-Pferd ist groß und kräftig, es wurde im 19. Jahrhundert
für die Arbeit auf dem Rübenfeld und für den Rübentransport geformt.
Aber es gibt auch kleinere und leichtere Boulogne-Pferde, sie sind die
Nachkommen der Stuten der Fischhändler, die im 19. Jahrhundert für den
Fischtransport von den Ärmelkanal Häfen nach Paris sehr geschätzt
waren. Um an diese See-Herkunft zu erinnern, ist das Boulogne-Pferd
noch immer durch einen Anker auf der linken Seite des Halses
gekennzeichnet.
Diese zwei Pferdearten, gezüchtet für zwei Verwendungsarten, erklären
die Unterschiede in der Morphologie, die von einer Größe von 1,60 m bis
1,78 m und einem Gewicht von 650 kg bis zu 900 kg gehen.
Am Ende des 18. Jahrhundert waren die dominierenden Fellfarben schwarz
und dunkelrotbraun. Ein Jahrhundert später wurde grau als ein Kriterium
der Reinheit der Rasse betrachtet. Heutzutage dominiert die
Schimmelfarbe bei weitem, aber 12 Prozent der Stuten sind fuchsrot,
einige sind dunkelrotbraun, fast schwarz.
Die Fohlen werden alle fuchsrot geboren. Diese Färbung kann sich danach
in alle Nuancen von grau ändern, vom hellen grau bis zum dunklen
Apfelschimmel, graublau, rötlich grau, stahlgrau, mausgrau usw. Mit dem
Alter wird das Grau allgemein perlmuttfarben und ein wenig bläulich.
Man kann die Fohlen ab einem Alter von zwei Jahren arbeiten lassen,
aber die Arbeit muss in vernünftigem Rahmen gehalten werden, da die
Boulogne-Pferde bis zu einem Alter von 5 oder sogar 7 Jahren wachsen
können.
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